Seit 2010 lebe ich in Norddeutschland (nach Stopps in NRW, Hessen und Ba-Wü) und ich muss sagen: ich mag es sehr, sehr gerne! 🙂 Die Menschen und die Landschaft sind toll und die kleinen Spracheigenheiten die es hier gibt (und die ich teilweise aus meiner Familie kenne) liebe ich einfach.

„Vertüddeln“ zum Beispiel ist ein norddeutsches/plattdeutsches Wort, das eigentlich „verheddern“ meint. Wenn man sich also „vertüddelt“ hat, hat man sich irgendwie verheddert und meistens auch noch mit „Tüddelkram“ also unnötigem Kleinkram beschäftigt. Man hat den Fokus verloren…

Ich bin jemand die leicht mal den Fokus verlieren kann – nicht, weil ich unzuverlässig oder unkonzentriert bin, sondern weil ich mich für sehr viele Dinge interessiere.

Im normalen Leben (was ist das eigentlich?), mag das ok sein wenn man sich für Vieles interessiert und seinen Horizont immer mal wieder erweitert. Wenn man aber als Freelancerin sein eigenes Business führt, ist es wirklich wichtig den Fokus zu behalten und das auch immer nach Außen zu transportieren und zu kommunizieren. Deshalb ist jetzt dieser Blogposts entstanden. Vielleicht auch, damit ich mich selber daran erinnere die wichtigen Dinge nicht aus dem Fokus zu verlieren. 🙂

1. Auf die eigene Kompetenz setzen

In was fühlst Du Dich kompetent? Was machst Du wirklich gerne und in welchem Bereich fühlst Du dich wohl? Ich finde das sollte der Kernbereich Deiner Unternehmung sein. Das heißt nicht, dass Du dich nicht für andere Dinge links und rechts des Weges interessieren darfst. Aber Du brauchst ein „Zugpferd“ das zu Dir passt.

Für mich ist das die visuelle Kommunikation und die gibt es in verschiedenen „Erscheinungsformen“ eben der Moderation mit visuellen Elementen, dem Graphic Recording und der „visual facilitation“, also der Prozessbegleitung bei Workshops. In meinem „Dayjob“ ist Kommunikation übrigens auch eines der Hauptthemen. Das ist mein roter Faden!

2. Welche Lösung bietest Du Deinen Kunden?

Dein Business muss eine Frage beantworten, eine Nachfrage befriedigen oder eben eine Lösung anbieten. Nur so kannst Du die Leute für dich interessieren und sie abholen. Was ist das bei Dir?

3. Wer sind Deine Kunden und wo findest Du sie?

In Zeiten von Social Media ist die Frage leicht zu beantworten – denkste. Wenn man selber viel in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, denkt man „na klar, alle sind doch da“, aber das ist bei Weitem nicht so. Die Zahlen auf der Seite statista.com zeigen da eine ganz eigene Realität. Von 80 Mio EinwohnerInnen in Deutschland sind gerade mal 15 Mio bei Instagram. Etwa 30 Mio sind bei Facebook. Das sind zwar gesamt sehr viele. Aber weiß ich, ob die Menschen die ich ansprechen will auch darunter sind? Das solltest Du rausfinden, das bedeutet ein bisschen Recherchearbeit, die sich aber auf jeden Fall lohnt.

4. Du brauchst To-Do Listen. Vielleicht viele! 🙂

Ach ja, eines meiner Lieblingsthemen. To-Do Listen, ob analog oder als App sind Lebensretter. Sie strukturieren Deinen Tag, lassen Dich Erfolge feiern indem Du einen fetten Haken setzen kannst wenn Du etwas geschafft hast und verzeihen es Dir auch, wenn Du etwas auf morgen verschiebst.

Ich sammle am Sonntagabend oder am Montagmorgen immer erst einmal alle meine To-Do’s auf einer großen Liste und verteile sie dann in meinem Kalender auf die unterschiedlichen Tage. Alles analog mit Papier und Stift. Dann weiß ich genau was ich an jedem Tag zu tun habe und kann easy abhaken. Manchmal kommt das Leben dazwischen, dann muss ich mit Pfeilen verschieben, das ist ja aber nicht schlimm. Papier ist geduldig. Manchmal will oder muss ich meine Sachen aber unbedingt schaffen (wie zum Beispiel diesen Blogartikel hier) dann wird eben eine kleine Spätschicht eingelegt.

Bleib Dir treu!

Zum Ende hin, will ich noch eine Kleinigkeit sagen: Nichts ist in Stein gemeißelt. Kompetenzen erweitern sich und verändern sich. Vielleicht ändert sich im Laufe der Zeit auch Dein Geschäftsmodell, Deine Zielgruppe oder was auch immer. Wichtig ist, dass Du bei Dir bleibst und immer aufmerksam bist, was Du gerade leisten kannst und willst. Wenn ich mich so umschaue und die Fempreneurs betrachte, denen ich folge und die ich richtig gut finde eint sie doch das hier: Sie sind authentisch und ich glaube Ihnen, dass sie mit Leidenschaft hinter Ihren Produkte oder Dienstleistungen stehen.

Und jetzt? Einfach machen!