Heute habe ich einen tollen Buchtipp für alle Sketchnote-Einsteiger*innen. Wobei, eigentlich können auch fortgeschrittene Sketchnoter*innen ganz sicher noch das ein oder andere lernen. 🙂

Das Buch heißt „Sketchnotes kann jeder – Visuelle Notizen leicht gemacht“ von Ines Schaffranek. Und ist, das will ich vorab schon verraten, eine tolle Ergänzung der Bücher über Sketchnotes, die es schon gibt. 🙂

Woher kommt das mit den Sketchnotes und wozu nutzt es? 

Die ersten knapp 90 Seiten widmet sich Ines Schaffranek natürlich der Geschichte der Sketchnotes und erzählt auf anschauliche Weise, woher die Sketchnotes kommen, was sie können und wozu sie nutzen. Ich finde das ist ihr sehr gelungen und mein Kunsthistorikerinnen-Herz hat bei der tollen Erläuterung von „symbolisch“ und „ikonisch“ gleich höher geschlagen. Um Zeichnungen in Sketchnotes gelungen zu verwenden, ist es gut sich diese beiden Ebenen einer Zeichnung klar zu machen, dann kann man auch anfangen zu kombinieren. Darum geht es nämlich dann im Folgenden auch: Um zu eigenen Bildideen zu kommen, werden im Buch einige Methoden vorgeschlagen. Die Bekannteste ist sicher die Fusion, also das Zusammenfügen von zwei Symbolen zu einem Neuen. Daran erinnert zu werden, dass es beim Sketchnoten auch darum geht neuen Bildideen zu entwickeln, finde ich super und hat mir noch einmal einige gute Impulse gegeben.


Wie geht das mit den Sketchnotes?



Der größte Teil des Buches erläutert natürlich wie das mit den Sketchnotes eigentlich geht, womit man anfängt und wie man sich stetig weiterentwickeln kann. Container, Pfeile, Menschen, Gesichter, Schrift und sogar ein kurzer Exkurs zum Thema Farblehre finden sich in dem Buch. Die einzelnen Abschnitte sind vollgepackt mit Zeichenbeispielen und wirklich hilfreichen Tipps, die in gelben Containern zu finden sind. 

Wenn man die Basics drauf hat, ein kleines visuelles Vokabular aufgebaut hat, dann kann man loslegen und den ersten Vortrag mitsketchen. Die meisten Menschen die ich bisher in meinen Workshops hatte, konnten das dann auch sofort. Wer sich aber unsicher ist und noch ein paar gute Hinweise braucht, wie man richtig zuhört, wie man die Struktur eines Vortrags erkennt, dem sei dieses Buch wirklich ans Herz gelegt, denn auch hierauf wird eingegangen.

Mein Fazit?

Das Buch „Sketchnotes kann jeder“ ist für Einsteiger*innen, die nicht nur nach Zeichenanleitungen sondern eigentlich nach einem Workshop in Buchform suchen, genau das Richtige. (Wobei ich an dieser Stelle darauf hinweisen muss, dass Workshops mit echten Personen, in denen man echte Nachfragen stellen kann, natürlich unersetzbar sind ;))


** Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Rheinwerk-Verlag erhalten. Den Buchtipp zu schreiben, war aber meine eigene Entscheidung. Wie immer gilt: auf meiner Seite schreibe ich nur über Dinge (auch Produkte), die ICH gut finde und hinter denen ich stehe!